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Vater-Sohn-Ausflug zum Final-Four-Turnier nach Hamburg Drucken
Montag, den 12. April 2010 um 19:19 Uhr

eingereicht von Christophe Montalbano


In Ermangelung eines Bundesligisten in Achern habe sich Sohn Maurice (TuS Grossweier C-Jugend) & Vater Christophe Montalbano entschlossen, nach Hamburg zum Final-Four-Turnier des DHB zu fahren. Als Sympathisanten der Rhein-Neckar-Löwen wurden wir mit Fantrikots, Tröten und allerlei weiterem Krach-Equipment ausgestattet, um in der Hamburger Color-Line-Arena ordentlich Remmi-Demmi zu machen.
Die Halle war mit 13100 Zuschauern ausverkauft und in den vier Hallenecken waren die Fan-Kolonien des VfL Gummersbach (in Blau), TuS Nettelstedt-Lübekke (in Rot), HSV Hamburg (in Grau) und der Rhein-Neckar-Löwen (in Gelb) angesiedelt. Alle natürlich mit Vortrommlern und reichlich Gesängen.

Nachdem wir uns durch die Verkaufsstände gequetscht hatten (nicht anders zu bezeichnen!), nahmen wir unseren Platz im Oberrang ein. Beste Sicht! Im Halbfinale bezwangen die Löwen deutlich den VfL Gummersbach und die Stimmung war bestens. Im zweiten Spiel zog der TuS Nettelstedt-Lübekke den Kürzeren gegen die Hamburger, so dass das Traumfinale perfekt war.
Abends unternahmen wir einen heimatkundlichen Ausflug in den Hamburger Hafen und auf die Reeperbahn. Mit Zoobesichtigung, z.B. Bordsteinschwalben. Die durften wir aber nicht füttern, Mama hatte uns kein Taschengeld dafür mitgegeben. War auch besser so.
Am Sonntag war Finaltag. Zuerst holte sich der VfL Gummersbach eine unerwartete Klatsche gegen die hochmotivierten Lübekker, die sich damit einen Europapokalplatz sicherten. In der Pause trafen wir im Flur die französischen Ex-Internationalen Jackson Richardson und Christian Caillat, die sich gerne mit Maurice ablichten liessen. Sympathische Jungs!
Dann wurde in der Halle immer mehr eingeheizt und die Stimmung war wirklich auf dem Höhepunkt. Die Hamburger Fans waren natürlich zahlenmässig überlegen und schafften es leider immer wieder, uns zu überdröhnen.
Das Spiel war höchstklassig: zuerst der HSV immer 1-2 Tore vorne, dann die Löwen ebenso. Gegen Ende der Spielzeit legten die Hamburger nochmal vor und die Löwen schafften 3 sec (!!!) vor Abpfiff den Ausgleich. In der Verlängerung verpennten die Kraichgauer dann leider den Auftakt und lagen flugs 3 Tore hinten. Zwar gelang nochmals der Ausgleich, aber als die cleveren Hamburger nochmal 33:32 vorlegten, waren die restlichen Sekunden leider zu knapp. Wir starben fast den plötzlichen Herztod! Äusserst ärgerlich! Wir liefen genervt trötend zum Auto und machten uns auf die sechststündige Heimfahrt.
Fazit: eine äusserst spassige Aktion für zwei Handballfans, die wir sicherlich mal wiederholen werden. Und eine Anregung für andere Vater-Sohn-Gespanne. Oder Vater/Mutter-Töchter oder wie auch immer ...
Gruss an alle daheim gebliebenen Grossweirer Handballer!



 

(c) Turn- und Sportverein 1921 Großweier e.V.