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Großweierer Triathlon kürt neuen Champion Drucken
Samstag, den 10. Juli 2010 um 21:54 Uhr


Perfekte Bedingungen / Veränderte Laufstrecke kommt sehr gut an


Ein altbekanntes Gesicht wurde beim 24. Großweierer Triathlon neuer Gesamtsieger: Thomas Dold vom Team „Run2Sky“ gewann in neuer persönlicher Bestzeit von 1:03:07 Stunden und verbesserte seine Vorjahresmarke um fast 4 Minuten - eine sensationell gute Zeit. Überhaupt war nur ein Läufer in den vergangenen acht Jahren schneller auf der Strecke unterwegs (2003 Marcus Melcher in 1:02:56). Dold lieferte sich das gesamte Rennen über ein packendes Duell mit Profi-Triathlet Jörg Scheiderbauer vom Team „Felt Ötztal X-BiONiC“ aus Offenburg, der in 1:03:25 Stunden Zweiter wurde. Auf Platz drei landete Michael Nauerth (TV Hatzenbühl) nach 1:05:07 Stunden. Schnellste Frau war Petra Dauben (TV Hatzenbühl, 1:17:29) vor Melissa Lapp (SG Wantzenau, 1:17:36) und Petra Peters (Rastatter TV, 1:20:54).

Dold, der beim Start am Acherner Badesee diesmal gut weg kam und nach 750 Metern als erster Athlet aus dem Wasser stieg, musste Scheiderbauer kurz darauf den Vortritt lassen. Der Ironman-Teilnehmer baute seinen Vorsprung auf dem Rad aus und ging mit einer – so dachte man – recht bequemen Führung auf die abschließende Laufstrecke. Hier aber nahm Dold seinem Kontrahenten insgesamt 1:45 Minuten ab und überholte den Erstplatzierten kurz vor der Zielgeraden an der Großweierer Schloßfeldhalle. „Ein geiles Gefühl, so im Eins gegen Eins auf den letzten Metern einen hochkarätigen Gegner noch zu überholen“, freute sich ein sichtlich begeisterter Dold über seinen ersten Triathlon-Sieg in Großweier. „Da haben sich meine unzähligen Treppenläufe und meine Erfahrung ausgezahlt. Die neue Streckenführung kam mir auch sehr zugute, denn ich konnte am Wendepunkt sehen, wie weit der Jörg noch weg war. Da hab ich dann wieder an den Sieg geglaubt und einfach alles gegeben. Ich bin wegen der Leistung hier, da ist es doch Ehrensache, dass ich gegen solche Top-Leute alles in die Waagschale werfe“, gab sich der mehrmalige Weltmeister im Treppenlaufen gewohnt ehrgeizig.

Neben dem Gesamtsieg verteidigte Dold auch seinen Titel des „Großweier Hero“. Der 25-jährige gewann die Kombination aus Triathlon und Dreikönigslauf mit erdrutschartigem Vorsprung in 1:35:12 Stunden. Bei den Frauen landete Inge Hund vom SSV Offenburg ganz oben auf dem Treppchen (2:09:18 Stunden).

Zum ersten Mal gab es diesem Jahr eine neue Streckenführung: die letzte Disziplin, das Laufen, wurde in zwei Runden zu je 2,5 Kilometern absolviert. So kamen alle Sportler zwei Mal beim Zielbereich an der Schloßfeldhalle durch, was für pausenlos gute Stimmung und viel Beifall sorgte. „Die Idee war, mehr Trubel im Finish-Bereich zu generieren“, erklärt Hans Fuchs, der die erfolgreiche Veranstaltung zum letzten Mal mit organisierte. „Deshalb die neue Strecke, da überschneiden sich Fahrradfahrer mit Läufern, ohne sich in die Quere zu kommen, es ist immer was los, und die Zuschauer freuen sich darüber.“ Fuchs will in Zukunft etwas kürzer treten: „Natürlich ist ein bisschen Wehmut mit dabei, aber irgendwann ist Schluss“. Die Teilnehmerzahl (diesmal waren es 375 Athleten) ist seit 2005 kontinuierlich gestiegen. Dazu etablierte Fuchs den Teamwettbewerb. Bei dieser Staffel absolviert jeweils ein Sportler eine der drei Triathlon-Disziplinen Schwimmen, Radfahren und Laufen. Neben semi-professionellen Mannschaften wie CeNO oder EDS Cycling treten auch reine Hobbystaffeln an. Für die „Rindswürste“ oder „Schneller als Klaus“ steht der Spaß eindeutig im Vordergrund. „Der Volkslauf-Gedanke soll unbedingt erhalten bleiben“, so Fuchs.

Die gesamte Organisation wird in Zukunft in den Händen von Clemens Leutner liegen, wo sie freilich exzellent aufgehoben ist. Leutner hatte den Triathlon vor 24 Jahren ins Leben gerufen und wird den erfolgreich eingeschlagenen Weg in Zukunft fortsetzen: „Wir sind sehr zufrieden mit dem heutigen Tag. Das Wetter war perfekt, die neue Laufstrecke hat sich toll bewährt. Aus sportlicher Perspektive war das eine hervorragende Veranstaltung mit Super-Zeiten. Wir sind hier alle mittlerweile ein eingespieltes Team. Abteilungsübergreifend helfen unzählige Vereinsmitglieder und Freiwillige an allen Ecken und Enden aus. Ohne deren Zutun würde es dieses Event so nicht geben. Ein großes Lob geht auch an den Betreiber des Strandbades am Achernsee, Herr Fischer, für seine wohlwollende Unterstützung“, sprach Leutner allen Helfern und Gönnern seinen Dank aus. Für das 25-jährige Jubiläum im nächsten Jahr sind ein paar besondere Leckerbissen geplant.

 

(c) Turn- und Sportverein 1921 Großweier e.V.