Damen1: Wieder keine Punkte Drucken
Montag, den 12. Oktober 2026 um 17:22 Uhr

Spielbericht Verbandsliga Damen

Spvgg Mössingen – SG Ottersweier/Großweier 26:23 (14:13)



Leidenschaft, Kampfgeist und Spannung bis in die Schlussminuten: Die SG Ottersweier/Großweier lieferte am Sonntagabend in Mössingen eine ihrer bislang stärksten Saisonleistungen ab. Über 55 Minuten warfen die Gäste alles in die Waagschale, ehe am Ende die nötige Cleverness und die letzten Kraftreserven fehlten, um zwei verdiente Punkte mit nach Hause zu nehmen.
Besonders beeindruckend präsentierte sich die SG in der Defensive. Cindy Böckeler und Sarah Pfeifer ackerten unermüdlich, störten konsequent den Mössinger Spielfluss und zwangen die Gastgeberinnen immer wieder zu Fehlern.

Mit aggressivem Zugriff, herausgefischten Bällen und großem Zusammenhalt machte die Abwehr den Gegnerinnen das Leben schwer. Auch Torhüterin Lisa Wöhrle überzeugte, entschärfte freie Würfe und ermöglichte schnelle Gegenangriffe. Offensiv zeigte sich die SG variabel. Das Spiel mit zwei Kreisspielerinnen brachte Mössingens Defensive wiederholt in Bedrängnis. Entstehende Lücken wurden geschickt genutzt, Mareike Hördt und Finja Nesselhuf am Kreis wirkungsvoll eingebunden. Letztere glänzte mit sechs Treffern. Auch Spielmacherin Jana Zimmer übernahm Verantwortung und zeigte sich mit drei verwandelten Siebenmetern treffsicher. Nach ausgeglichenem Beginn (4:4, 9.) geriet die SG zunächst mit 7:10 (20.) ins Hintertreffen. Doch an Aufgeben dachte niemand! Mit einem beeindruckenden Zwischenspurt drehten die Gäste durch einen verwandelten Siebenmeter von Jana Zimmer die Partie zum 12:10 (24.), ehe Mössingen bis zur Pause knapp mit 14:13 die Führung übernahm. Nach dem Seitenwechsel schien das Spiel beim 19:15 (40.) zugunsten der Gastgeberinnen zu kippen. Doch die SG biss sich zurück und stellte durch Finja Nesselhuf beim 19:19 (49.) erneut den Gleichstand her. Selbst das 19:22 (53.) brachte die Mannschaft nicht aus der Ruhe.

Als Finja Nesselhuf in der 56. Minute zum 23:23 ausglich, war die Überraschung zum Greifen nah. Durch eine Zeitstrafe gegen Mössingen agierte die SG nun sogar in Überzahl. Doch ausgerechnet diese große Chance blieb ungenutzt. Die gegnerische Torhüterin entschärfte in der Schlussphase wichtige Würfe, während den Gästen zunehmend die Kraft und letzte Konsequenz im Abschluss fehlten. Mössingen nutzte dies eiskalt und entschied die Partie mit drei Treffern zum 26:23.

Zurück bleibt eine bittere Niederlage, aber auch eine kämpferisch herausragende Mannschaftsleistung, auf der sich aufbauen lässt. Bereits am kommenden Sonntag wartet mit der HSG Baar die nächste Herausforderung vor heimischem Publikum. Die Gäste unterlagen Mössingen zuletzt ebenfalls denkbar knapp mit 28:29. Ein ähnlich umkämpftes Duell ist somit zu erwarten. Für die SG bietet sich die nächste Gelegenheit, den großen Einsatz endlich mit den ersten Punkten zu belohnen.